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Klimawandel Immobilienmarkt

Beeinflusst der Klimawandel
auch den Immobilienmarkt?

Der Klimawandel ist eine große Herausforderung für die Menschheit. Die EU plant, den CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Nachdem die Bau- und Gebäudewirtschaft laut einem UN-Bericht mittlerweile 38 Prozent der globalen CO2-Emissionen ausmacht, bedeutet es, dass sich in der Immobilienbranche in den kommenden Jahren viel verändern dürfte.

Eigentümer, Mieter oder Investoren in Wohnen und Gewerbe müssen sich auf neue Standards, hohe Kosten und komplexe Entscheidungen einstellen. Immobilienbesitzer müssen in Zukunft mehrere Aspekte beachten als bislang.

DER STANDORT EINER IMMOBILIE SPIELT EINE WICHTIGE ROLLE

Durch unberechenbare Wetterverhältnisse wie Starkregen, Stürme oder ein hoher Temperaturanstieg sind, laut einer Studie des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg, Immobilien und ihr Wert viel stärker bedroht als angenommen. Wohlhabendere Bevölkerungsschichten dürften wenig gefährdete Gebiete bevorzugen, dadurch könnten die Preise je nach Lage steigen und fallen.

Beim Wohnungs- oder Haus-Kauf ist es ratsam, sich vorab über prognostizierte Gefahren für die kommenden 30 bis 50 Jahre am Standort zu informieren.

AUSGABEN FÜR DEN IMMOBILIEN- UND KLIMASSCHUTZ STEIGEN

Zum Schutz der Immobilien, z. B. durch vorgelagerte Wellenbrecher, werden immer aufwendigere und teurere Maßnahmen betrieben – die entstehenden Kosten müssen weitgehend von den Eigentümern selbst getragen werden.

Zudem plant die Bundesregierung, dass bis 2050 alle Gebäude klimaneutral sein sollen. Dadurch entstehen hohe Ausgaben bei Neubauten und beim Umbau älterer Wohnungen. Es ist außerdem geplant, dass in Deutschland ab dem 1. Januar 2026 Öl- und Kohleheizungen, die mit festen fossilen Brennstoffen betrieben werden, nur noch als Hybridheizung betrieben werden dürfen.

Viele Policen sollen in den nächsten Jahren deutlich teurer werden, vorausgesetzt, dass Eigentümer in besonders gefährdeten Gebieten überhaupt noch einen Versicherungsschutz erhalten. Eine Police kann einseitig gekündigt oder massiv verteuert werden, wenn in einer Region das Risiko stark einsteigt und mehrfach Schäden hintereinander anfallen.

DIE ANSCHLUSSFINANZIERUNG KANN SORGEN BEREITEN

Schlecht sanierte Altbauten können durch die neuen Klima-Vorgaben einen niedrigeren Immobilienwert erhalten, was bei der Verhandlung für die nächste Kreditlinie ein Problem werden könnte. Der Druck auf nicht nachhaltige Vermögenswerte steigt, da die Nachfrage sich zu nachhaltigen Immobilien hinschiebt.